Sicherheit neu denken – Ostern 2021

Sicherheit neu denken – Ostern 2021

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(Eines unserer Ostermarsch-Themen)

Was ist Sicherheit?

Sicherheit bedeutet für die Menschen, dass sie in Würde leben können und ihnen damit ihre unveräußerlichen Grund- und Menschenrechte gewährt sind, so wie es in den Verfassungen demokratischer Staaten und in der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN niedergeschrieben ist. Sie beginnt mit dem Satz: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Damit sind Sicherheit und Würde unteilbar. Sie gelten nicht nur für eine Gruppe von Menschen, sondern für alle.

Von der militärischen zur zivilen Sicherheit

Spricht man von Krieg und Frieden, so wird unter Sicherheit meist nur die militärische Sicherheit verstanden, eine mit Waffengewalt aufrechterhaltene Sicherheit, die die Würde und Sicherheit zumindest einer anderen Menschengruppe verletzt. Die so gewaltsam aufrecht erhaltene Sicherheit baut auf der Unsicherheit der Anderen auf. Um aus der Gewaltspirale heraus zu kommen, versuchen Menschen, Sicherheit nicht militärisch, sondern mit zivilen Mitteln herzustellen. Sie beginnen, in einer Welt voller Militär und Machtblöcke zivilen Frieden aufzubauen und die Logik militärischer Sicherheit aufzulösen.

Die Initiative Sicherheit neu denken (Snd)

„Dieses Bemühen um eine glaubhafte Alternative zur militärischen Friedenssicherung war auch ein Anliegen der badischen Landessynode, die 2013 im Rahmen ihres wegweisenden Beschlusses, „Kirche des gerechten Friedens“ werden zu wollen, einen entsprechenden Auftrag für die Erstellung eines Militärausstiegsszenario erteilte.“ https://www.friedenskooperative.de/sicherheit-neu-denken Es entstand bis heute ein Rahmen konkreter Vorschläge und Schritte, wie, zunächst bezogen auf Deutschland, Frieden mit zivilen Mitteln dauerhaft bis 2040 hergestellt und das Militär in zivile Friedensarbeit verwandelt werden kann. Erste Schritte dieses Konzeptes:

  • Wir wählen Kandidatinnen, Kandidaten, Parteien und Wahlvereinigungen am 26. September in den Bundestag, die sich glaubhaft zum Weg der zivilen Sicherheit bis 2040 bekennen und dazu, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag spätestens 2022 unterzeichnet.
  • Erarbeitung und Beschluss eines Gesetzes in der Legislaturperiode bis 2025, das den Weg zur rein zivilen Friedenssicherung bis 2040 festlegt.

Die Initiatoren aus der Evangelischen Landeskirche Baden sind nicht allein. Inzwischen umfasst Snd ein breites Bündnis aus vielen Menschen und vielen Gruppen für Frieden und Menschenrechte, nicht nur in Deutschland. Die Friedensinitiative Dresden ist Teil davon. Hier können Sie sich einbringen.

Bildquelle: Fotoclub82